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Viele Menschen klagen zwar über Rücken- oder Nackenschmerzen, ignorieren die leidigen Schmerzen dann, weil es "doch nicht so schlimm" ist oder weil sie "gerade keine Zeit" haben. Diese Argumente kennen wir alle und haben sie vielleicht auch schon selbst benutzt. Wenn die Schmerzen dann auch tatsächlich verschwunden sind, ist alles ok. Aber häufig genug ist es eben doch nicht so, oder?

Eine aktuelle Studie, die sogenannte BURDEN-Studie von Oktober 2019 bis März 2020 des Robert-Koch-Instituts zeigte, dass über 61% der 5009 befragten Menschen in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal über Rücken- oder Nackenschmerzen klagten. Über 15% berichteten von chronischen Schmerzen, also drei Monate oder länger anhaltende, fast täglich auftretende Rückenschmerzen.

Die Gründe dafür sind uns allen bekannt. Psychische Belastung durch hohe Arbeitslast, Nervosität, private Probleme oder schlicht schlechte Büromöbel, um nur einige zu nennen. Da diese Studie in "vor-Corona-Zeiten" durchgeführt wurde, ist anzunehmen, dass die Belastungen eher noch zugenommen haben. Arbeiten im Homeoffice, die Klimakrise, hohe Spritpreise und der Krieg in der Ukraine verschärfen die Situation und die psychische Belastung, ob wir wollen oder nicht. Und von Bewegungsmangel und falscher Ernährung wollen wir hier gar nicht sprechen.

Ich will dich jetzt gar nicht mit weiteren Zahlen langweilen, denn die machen mich wirklich depressiv! Bevor wir uns mögliche Lösungen, die uns dabei helfen, Stress abzubauen anschauen, müssen wir gerade nochmal definieren, was denn eigentlich Stress ist.

Die einfache Definition sagt: Stress ist eine erhöhte körperliche oder seelische Anspannung, bzw. Belastung, die bestimmte Reaktionen hervorruft und zu Schädigungen der Gesundheit führen kann. Und dies empfindet natürlich jeder mensch ganz unterschiedlich. Was für den einen "etwas mehr zu tun" ist, ist für die andere Person schon echter Stress. Man kann also leider nicht sagen, dass ein bestimmter Arbeitsplatz mehr oder weniger "stressig" ist. Du solltest einmal in dich hineinhören ob du gestresst bist.

Sei hier bitte ganz selbstkritisch und ehrlich mit dir selbst!

Wenn du für dich festgestellt hast, dass du doch immer wieder leicht gestresst bist, geht es darum, die Auslöser dafür, die sogenannten Stressoren zu finden. Schauen wir jetzt mal einige der sogenannten Stressoren an:

  • du hast private Sorgen
  • du bist leicht reizbar
  • du findest es zu laut am Arbeitsplatz
  • du leidest unter Termindruck
  • dein Arbeitsweg ist zu lang
  • deine Arbeit wird nicht ausreichend wertgeschätzt
  • du hast immer wieder Rücken- oder Nackenschmerzen
  • du hast einen schlechten, bzw. unpassenden Bürostuhl
  • fehlende Anerkennung
  • dein Job unterfordert oder überfordert dich
  • dir ist häufig kalt oder zu warm
  • du kannst bestimmte Gerüche nicht ausstehen
  • du hast das Gefühl, nicht mit deinem(r) Vorgesetzten sprechen zu können

Es gibt sicher noch viele weitere Stressoren, die auf auf dich zutreffen, aber dies sind Beispiele und erleichtern es dir, deine eigenen Stressoren zu identifizieren. Und wenn du dies geschafft hast, ist das schon ein richtiger und wichtiger Fortschritt. Jetzt kannst du dich an die Lösung dieser Probleme machen.

Es kann sein, dass du vielleicht nicht sofort eine vernünftige Lösung für deine Stressoren findest. In diesem Fall ist es hilfreich, sich jemandem anzuvertrauen, der dir neutral zur Seite steht und mit dir gemeinsam Lösungen erarbeiten kann. Im Prinzip kann dies natürlich ein(e) Freund(in) oder ein(e) Familienangehörige(r) sein, aber meistens stehen dir diese Menschen zu nahe, um dich wirklich neutral beraten zu können.

Aus meiner Sicht können hier psychologisch ausgebildete Heilpraktiker, Coaches oder Achtsamkeitstherapeuten relativ schnell zu erfolgreichen Strategien verhelfen. Eine kleine Übersicht findest du hier.

Und wenn du Stressoren, wie Wärme, Kälte, Beleuchtung, Geruch, Nacken- oder Rückenschmerzen und unpassender Büroeinrichtung ausgemacht hast, können wir dir ganz sicher behilflich sein.

Foto by Elisa Ventur on Unsplash


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