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Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

CHICAGO. Chronische Schmerzen sind nach Ansicht vieler Experten ein multidimensionales Phänomen. Studien haben gezeigt, dass unter anderem Faktoren wie schlechter Schlaf und gedrückte Stimmung das subjektive Schmerzempfinden beeinflussen können. Patienten, bei denen entsprechende Zusammenhänge bestehen, müssten demnach von schlafverbessernden und stimmungsaufhellenden Maßnahmen profitieren.

Inwieweit vor diesem Hintergrund eine morgendliche Lichttherapie in der Lage ist, chronische Rückenschmerzen zu bessern, wollten Forscher des Rush University Medical Center in Chicago klären (Pain Med 2018; online 10. September).

Abnehmende Schmerzintensität

An der offenen Studie waren 37 US-Veteranen beteiligt, die seit mindestens sechs Monaten an Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich litten. Die Forscher stellten bei jedem der Teilnehmer zu Hause zwei Boxen auf, die Weißlicht emittierten. An 13 aufeinanderfolgenden Tagen sollten sich die Probanden jeweils morgens nach dem Aufwachen eine Stunde lang vor die eingeschalteten Lampen setzen. 

Während der Studienphase trugen die Teilnehmer einen Actigraphen zur Aktivitätsmessung am Handgelenk und einen Photosensor um den Hals, um die Lichtexposition zu verifizieren. Zusätzlich mussten die Probanden zu Studienbeginn und dann noch zweimal im Verlauf jeweils am Nachmittag beziehungsweise abends halbstündlich im Dunkeln Speichelproben abgeben, worüber die Melatoninkonzentrationen (DLMO, Dim Light Melatonin Onset) und darüber der zirkadiane Rhythmus bestimmt wurde.

Ein validierter Fragebogen (PROMIS) gab den Forschern Auskunft über die Entwicklung der Rückenschmerzen im Studienverlauf. Über weitere Fragebögen (CES-D, STAI, PTSD-Checklist) wurden Anzeichen für Depression, Angst und Posttraumatisches Belastungssyndrom erhoben.

Wie Dr. Helen J. Burgess und Kollegen berichten, nahmen sowohl die subjektive Schmerzintensität als auch das Schmerzverhalten im Laufe der Studie signifikant ab. Auch die körperliche Funktionalität wurde deutlich verbessert. Besonders ausgeprägt war der Effekt der Lichttherapie offenbar im Hinblick auf die PTBS-Symptomatik.

Veränderter zirkadianer Rhythmus

Dagegen veränderten sich die Werte hinsichtlich Depressionen und Angstsymptomen kaum. Die entsprechenden Scores waren allerdings schon zu Studienbeginn nicht sehr hoch gewesen (CES-D 10 < 10, STAI = 35).

Als weiteren positiven Effekt verzeichneten die Forscher eine Verbesserung der subjektiv empfundenen Schlafqualität: So rutschten die Teilnehmer im "Insomnia Severity Index" (ISI) im Mittel von der Kategorie "latente Insomnie" in die Kategorie "keine klinisch signifikante Insomnie". Wie die Actigraphie-Daten nahelegen, hatte die Lichttherapie dazu geführt, dass die Schlafphasen im Mittel um etwa 30 bis 45 Minuten früher einsetzten und endeten.

Die DLMO-Daten scheinen eine entsprechende Verschiebung des zirkadianen Rhythmus nach vorne (hin zu früheren Uhrzeiten) zu bestätigen. Allerdings lagen vollständige DLMO-Datensätze nur für 16 Teilnehmer vor.

Was sich nicht verändert hatte, war die Gesamtschlafzeit und – im Gegensatz zum subjektiven Empfinden der Patienten – die vom Actigraph ermittelte objektive Schlafeffizienz. Die Besserung des Symptoms Rückenschmerzen, so die Spekulation der Forscher, liege also möglicherweise nicht an der verbesserten Schlafqualität, sondern vielmehr an der Umstellung des zirkadianen Rhythmus.

Weitere, größere Studien, die vor allem eine Placebogruppe beinhalten, müssen nun zeigen, ob an dem vermuteten Wirkmechanismus etwas dran ist. Immerhin hatten die Forscher im Vorfeld die Erwartungshaltung der Teilnehmer abgefragt. Nach Beendigung der Studie gab es außer in zwei Fällen keine Korrelation zu den Ergebnissen.

Von den Patienten jedenfalls wurde die Lichttherapie als praktikable, kostengünstige und nebenwirkungsfreie Maßnahme gut angenommen. Nach Beginn der Sitzungen hatte lediglich ein Teilnehmer die Studie abgebrochen, weil er in Urlaub fahren wollte.

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